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Rückblick: MINT Workshop in Meggen – Kinder programmieren ihre eigenen Videogames!

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Ein eigenes Videogame zu entwickeln, ist schwer und kompliziert? Von wegen! Dass das schon in der Primarschule wunderbar und vor allem mit jeder Menge Spass funktioniert, hat unsere jüngste Workshop-Reihe eindrucksvoll bewiesen.

An zwei Terminen im Oktober und November 2025 verwandelte sich das Gemeindehaus Meggen in ein echtes Entwicklerstudio für Kinder im Alter von 7 bis 10 Jahren. Am ersten Termin waren wir mit 12 motivierten Kindern bereits gut besucht. Bis zum zweiten Termin hatte sich unser Informatikkurs schon herumgesprochen, sodass wir stolze 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüssen durften! Ein riesiges Dankeschön geht an dieser Stelle an MAPAKi Meggen, die uns bei der Organisation der Räumlichkeiten und der Bekanntmachung grossartig unterstützt haben.

Spielend lernen: Schneeballschlacht und lebendige Algorithmen

Den Ablauf haben wir mit den Erfahrungen des ersten Kurses für den zweiten Termin etwas angepasst und noch dynamischer gestaltet: Anstatt uns lange über Videogames im Allgemeinen zu unterhalten, sind wir direkt in die Praxis eingestiegen. Den Auftakt machte das Spiel “Schneeballschlacht” in der an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) entwickelten Lernsoftware RULER.game.

Die Aufgabe: Einen Roboter sicher durch einen Hagel von Schneebällen steuern. (Tipp: Scannt unseren QR-Code und probiert das Game direkt selbst aus!)

QR Code zum Videogame-Programmier-Kurs für Kinder

Nach dem Spielen kam die Analyse: Die Kinder stellten schnell fest, dass das Spiel im Hintergrund vor allem aus einfachen Regeln besteht – zum Beispiel: „Wenn der Roboter getroffen wird, verschwindet der Schneeball“ oder „Wenn ich die Pfeiltaste drücke, bewegt sich die Figur“.

Um diese logischen Abläufe des Programmieren für Kinder greifbar zu machen, ging es für 30 Minuten nach draussen. Bei einer interaktiven Aktivität im Freien spielten die Kinder das Programmieren physisch nach: Einige übernahmen die “Steuerung”, andere waren die “Spielfiguren” (die strikten Regeln folgen mussten) und ein Kind fungierte als Taktgeber, der den Rhythmus für den gesamten Ablauf vorgab.

Aussen-Aktivität beim Videogame-Programmier-Kurs für Kinder

So lernten sie mit Kopf, Herz und Hand - Pestalozzi hätte sein Freude gehabt.

Computational Thinking: Ein grosses Problem in kleine Stücke zerlegen

Zurück im Raum startete der eigentliche Programmierkurs. Zunächst lernten die Kids, die Steuerung per Pfeiltasten in RULER.game selbst zu programmieren. Als Inspiration diente der Klassiker Pac-Man. Hierbei kam das Kernkonzept des Computational Thinking zum Einsatz: Ein grosses, komplexes Problem (ein ganzes Videogame) wird in kleinere, lösbare Aufgaben zerlegt. Wir teilten Pac-Man in seine Einzelteile auf – Labyrinth, Geister, Spielfigur, Steuerung und Score-Counter. Plötzlich hatten die Kids das gesamte Rüstzeug beisammen, um ein komplettes Game zu erschaffen!

Von der Zeichnung zum eigenen Spiel – mit viel Kreativität

Anschliessend wurden die Kinder kreativ: Ganz ohne Vorkenntnisse suchten oder zeichneten sie eigene Hintergründe, Spielfiguren und Gegner, die dann digitalisiert und zu einem Spiel zusammengefügt wurden. Einige nutzten Pac-Man als Vorlage, aber es war für uns absolut beeindruckend zu sehen, wie viele Kinder völlig freie, eigene Ideen entwickelten und umsetzten. Genau diesen Freiraum wollen wir fördern!

Ab diesem Punkt wurde der Kurs extrem individuell. Jedes Kind kreierte ein anderes Spiel und stiess dabei auf ganz eigene Herausforderungen. Das war fordernd, führte aber zu grossartigen Lernmomenten: In kurzen Zwischensequenzen programmierten wir Lösungsansätze schnell als Demo am grossen Monitor vor. Das beantwortete nicht nur Fragen, sondern inspirierte sofort auch die anderen Kinder. So kamen alle unglaublich dynamisch und kreativ voran.

MINT-Kurs - Kinder Programmieren Videogames

Ein “Game Over”, das viel zu früh kam

Am Ende der 3 Stunden – die für alle Beteiligten viel zu kurz waren – hatte jedes Kind ein eigenes, voll spielbares Game entwickelt. Teilweise waren diese Spiele sogar schon komplett mit Kollisionserkennung, Score-Counter und Speziallogik ausgestattet.

In den letzten Minuten kamen die Eltern dazu und die jungen Entwickler präsentierten voller Stolz ihre Meisterwerke. Die Begeisterung war so gross, dass einige Kinder am Ende noch länger blieben, um an ihren Games weiterzuarbeiten, bis wir den Raum schliesslich räumen mussten. Und die Lernerfahrung endete nicht im Kursraum: Jedes Kind erhielt einen eigenen QR-Code, mit dem das Game jederzeit zu Hause weitergespielt und weiterentwickelt werden kann.

Begeistertes Feedback: “Mein neues Lieblings-Hobby!”

Wir waren zutiefst beeindruckt vom enormen Engagement der Kinder und den cleveren Lösungen, die in so kurzer Zeit entstanden sind. Dass wir den Nerv der Zeit getroffen haben, zeigte auch das wunderbare Feedback. “Ich habe ein neues Lieblings-Hobby – Games Programmieren!”, freute sich ein Teilnehmer. Ein anderer kündigte hochmotiviert an: “Ich programmiere das ganze Wochenende noch weiter an meinem Game.”

Auch die Eltern waren durchweg begeistert davon, was ihre Kinder in nur drei Stunden erschaffen hatten. Das grosse Interesse an MINT Kursen in Luzern und Umgebung spiegelte sich in zahlreichen Nachfragen nach Folgekursen, weiteren Angeboten und sogar dem Wunsch nach eigenen Schulungen für Eltern wider.

Ausblick: Weitere Kurse mit neuen Features in Planung

Alles in allem sind wir mit dem Outcome mehr als zufrieden. Der Erfolg bestärkt uns darin, dass Informatikkurse für Primarschüler ein Erlebnis voller Spass und Kreativität sein können.

Deshalb planen wir für dieses Jahr bereits weitere Kurse – natürlich wieder mit RULER.game als Grundlage und mit erfrischenden Aktivitäten im Freien. Dabei werden wir auch die tollen neuen Funktionen der Software einbeziehen, die seit dem letzten Kurs hinzugekommen sind: Freut euch auf actionreiche Explosionen, eine noch präzisere Kollisionserkennung und einen neuen Fullscreen-Modus für das ultimative Spielerlebnis!

Möchten Sie informiert werden, sobald die neuen Termine feststehen? Behalten Sie unsere Kurs-Übersicht im Auge oder kontaktieren Sie uns direkt!

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